Emotionale Raststätte für Manager und Team

Starke Firmen brauchen  neue Konzepte für die emotionale und mentale Gesundheit ihres Unternehmens – erst recht in Change- und Fusionsprozessen. Die he2be AG hat sich genau hier spezialisiert. Die internationale Unternehmensberatung mit Sitz in Lausanne (CH) stellte auf der „Zukunft Personal 2012“ ein neuartiges Konzept, die Einrichtung von emotionalen Raststätten für die mentale  Entlastung in Unternehmen vor. Das Thema Burnout hat sich inflationär verbreitet, aber es ist schon lange kein Modewort mehr: Laut Weltgesundheitsorganisation werden seelische Leiden 2030 an der Spitze der Fehlstatistiken liegen. Besonders anfällig dafür sind Firmen in Change- und Fusions-prozessen, denn in Umbruchsituationen entwickeln Mitarbeiter Sorgen, Ängste und Misstrauen. Von Taktik und Intrigen geprägte Beziehungen beherrschen zunehmend die gesamte Betriebsorganisation. Bei internationalen Fusionen kommt die  interkulturelle Problematik dazu. So entstehen hartnäckige „emotionale Viren“, die schlimmstenfalls das ganze Unternehmen „infizieren“ können. Emotionale Viren können zum mentalen Bankrott des Unternehmens führen He2be Geschäftsführer Jochen Peter Breuer erklärt: „Oft fängt es ganz harmlos an. Mitarbeiter sitzen in der Pause zusammen, einer findet sich vom Chef ungerecht behandelt. Selbst wenn der Kollege zufrieden mit seiner Situation ist, kann nun ein falsches Wort des Chefs auch bei ihm unvermittelt einen emotionalen Virus aktivieren. Die Ansteckung nimmt so ihren Lauf und greift womöglich auf die ganze Organisation über.“ Emotionale Viren sind negative Emotionen mit Ansteckungspotential. Sie säen zunächst Zweifel, die sich meist, zunächst vom Management unbemerkt, verstärken und bis zum mentalen Bankrott der Organisation führen können. Krisensituationen, Changeprozesse bieten besten Dünger für eine emotionale und mentale Verschmutzung im Unternehmen, denn sobald Mitarbeiter die Begeisterung für ihre Arbeit verlieren, beginnen sie sämtliche Wahrnehmungen und Handlungen auf ihren Selbstschutz ausrichten. Der geistige Spagat eines Mitarbeiters zwischen der Loyalität zum Unternehmen und der eigenen Unzufriedenheit kann im Einzelfall bis zum Burnout führen. Wie ein Flächenbrand nimmt die Leistungsfähigkeit der Belegschaft Stück für Stück ab, das Unternehmen beginnt sich mit sich selbst zu beschäftigen. Die unweigerliche Folge: Das Management erhöht den Druck, die Krankenstände steigen und treiben die Kosten nach oben. Der Kreislauf zur mentalen Verschmutzung hat begonnen. Fehlzeiten, hohe Fluktuation durch dauerhaft schlechtes Betriebsklima wirkt sich, gerade in Zeiten akuten Fachkräftemangels, schnell betriebswirtschaftlich verheerend aus. Der mentale Bankrott eines Unternehmens ist weniger eine individuelle Verfehlung von einzelnen Mitarbeitern, sondern meist die Folge einer Hilflosigkeit des Führungskreises im Umgang mit kollektiven Emotionen. he2be bietet erfolgreich erprobte Gegenstrategie an „Die Problematik einer mentalen Verschmutzung im Unternehmen erleben wir am häufigsten bei Übernahme- und Veränderungsprozessen auf nationaler und internationaler Ebene“, erklärt Jochen Peter Breuer. „Oft werden wir als Feuerwehr gerufen, wenn sich die Situation schon bis zur Handlungsunfähigkeit zugespitzt hat. Wir hatten Unternehmen, die bis zu zwei Jahre nach der Fusion immer noch wie gelähmt waren, weil das Bestreben auf allen Ebenen von Sicherungswahrung geprägt war. He2be hat im Laufe der Jahre den mentalmerger®-Prozess entwickelt, der emotionale Viren zunächst in Quarantäne bringt und anschließend behandelt. Durch den gezielten Aufbau von emotionalen Raststätten werden bisher belastende Emotionen im Rahmen dieses Prozesses in befreiende Energie umgewandelt. Wir entschärfen Spannungen und schaffen Raum für Emotionalität und mentale Offenheit. So beschleunigen wir das Zusammenwachsen und den Zusammenhalt in Change-Projekten und Krisensituationen.“ Und so funktioniert es: he2be bietet im Rahmen des mentalmerger®-Prozesses Workshops an, in denen Führungskräfte und Mitarbeiter ihr emotionales Erleben der aktuellen Situation ausdrücken können, ohne dafür bewertet zu werden. Dies geschieht mit Respekt, Transparenz und auch mit Humor. Gemeinsames Lachen, gerade in schwierigen Zeiten ist ein wichtiger Faktor, um emotionalen Viren behandeln zu können. In einer wertschätzenden Atmosphäre, ohne Leistungs- und Zielerreichungsdruck, haben die Beteiligten die Möglichkeit, ihr subjektives Erleben mitzuteilen. Diese Workshops bieten gleichzeitig einen Lernprozess und damit die Basis für einen professionellen Umgang mit kollektiven Emotionen! Mit der Einrichtung von periodischen und professionell geführten emotionalen Raststätten werden sowohl die zeitlichen als auch räumlichen Voraussetzungen geschaffen, um emotionale Betroffenheit, Zorn oder Ärger gezielt zu kanalisieren. Diese emotionalen Raststätten erlauben regelmäßig Abstand vom Tagesgeschäft zu nehmen und die „Beziehungslage“ zu sondieren. Unternehmenskrisen und Fusionen zwingen zur Nutzung der kollektiven Intelligenz „Wenn nur wenige Prozent der Gesamtbelegschaft im Kopf fusioniert, zieht der Rest nach, das hat die Erfahrung gezeigt“ so Breuer. Die neue Organisation und betriebliche Kultur mit emotionalen Raststätten übertrifft in der Praxis meist sogar die gesteckten Ziele. Die Schlüsselfiguren werden zum Motor des Veränderungsprozesses, anstatt pragmatische Lösungen durch Grabenkämpfe zu behindern. Die Bereitschaft Wissen zu teilen, setzt das Potential kollektiver Intelligenz im Unternehmen frei. Dies ist eine unerlässliche Voraussetzung für eine nachhaltige und erfolgreiche Unternehmensentwicklung und der Sicherung mentalen und emotionalen Gesundheit

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